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Über mich

Musik entdecken – Geboren 1986 in Hagen. Mein Vater Pianist und meine Mutter Klavierbauerin. Herbie Hancock lief beim Lego spielen, John Scofield bei der Autofahrt in den Urlaub. Zum dritten Geburtstag schenkte mein Onkel mein erstes Schlagzeug. Selbst gebaut. Musik war immer da und immer um mich herum.

„Spiel mal was!” – Auf der Betriebsfeier meines Opas trommelte ich das erste mal vor Publikum. Mit 4 Jahren. Zu Stevie Wonder. Ohne zu denken, ohne Zögern, wie ein Kind eben. Vielleicht die beste Art Musik zu machen? Jedenfalls versuche ich das bis heute so.

„Er wagt es, dich teilhaben zu lassen an dem Sich-Ins-Unbekannte-Fallen-Lassen ... Das macht etwas mit einem.” (Christian Weidner in den Liner Notes zu „Ascent”)

Als Zehnjähriger ließ mein Enthusiasmus für den Schlagzeugunterricht dann nach. Stattdessen setzte ich mich immer öfter ans Klavier. Was meinem Vater nicht entging und ihn zu einem Geschenk veranlasste: Meiner ersten Klavierstunde bei seinem Kollegen.

Musik studieren – In Hagen wartete das letzte Schuljahr. Das Abitur. Doch ich wollte nur eins: Jazz-Klavier studieren in Köln. Die bestandene Aufnahmeprüfung 2005 war mein Ticket in eine neue Welt.

Köln war magisch. Diese Szene! Jeden Abend ein, zwei Konzert erleben. Tagsüber studieren, Sessions machen und mit Freunden Musik hören. Und natürlich Unterricht bei zwei meiner größten Helden: John Taylor und Hubert Nuss. Die besten Lehrer, die ich mir vorstellen konnte. Jede Stunde neue Welten.

Außerdem die erste Jam mit Robert Landfermann (Bass) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug). „Ihr seid jetzt mein Trio”, soll ich direkt danach gesagt haben. Daran erinnere ich mich nicht mehr. Nur an das Gefühl. Heute sind die beiden zwei meiner wichtigsten musikalischen Weggefährten und engsten Freunde.

Meine Musik – Seit 2006 ist das Trio also mein musikalisches zu Hause. Und ich bin dankbar, dass wir so vieles gemeinsam erleben durften: Unzählige Tourneen, 9 Alben auf Pirouet Records, 2 Alben auf Edition Records und besondere Kollaborationen mit Gästen wie John Scofield, Ralph Towner, Chris Potter, Jim Beard, Jorge Rossy, Dave Liebman oder Nelson Veras.

Das Zusammenspiel mit Robert & Jonas fühlt sich nach fast 15 Jahren unheimlich nah und vertraut an und gleichzeitig immer wieder so aufregend wie bei der ersten Jam. Unsere Musik entsteht im Moment, wie ein Gespräch unter Freunden.

Mit der eigenen Musik ein größeres Publikum zu erreichen und gute Resonanz zu bekommen, freut mich natürlich. Auszeichnungen wie der WDR Jazzpreis, der SWR Jazzpreis oder auch die Förderung durch NICA Artist Development helfen mir, meinem Weg weiter zu gehen. Und wenn mein Held John Scofield uns „eine der besten Gruppen der heutigen Musik” nennt, oder Ralph Towner von „einem wichtigen Beispiel für die Evolution des Klaviertrios im Jazz” spricht, dann sind das Momente, die ich erst einmal gar nicht fassen kann, die mich dann aber mit großer Dankbarkeit erfüllen.

Neben meinem Trio spiele ich auch in anderen Bands. Als Sideman bin ich auf über 30 Tonträgern zu hören. Und es ergaben sich musikalische Begegnungen mit Billy Hart, Nasheet Waits, Mark Feldman, Anders Jormin, Tom Harrell, Mike Gibbs oder Chris Speed. Für mich wichtige Einflüsse und Lernerfahrungen, die wiederum meine eigenen Projekte bereichern.

Musik & Menschen – Auf weltweiten Konzertreisen durfte ich großartige Menschen und Musiker*innen kennenlernen. Oft entsteht daraus mehr: Aus einem Gespräch wird ein regelmäßiger Austausch. Aus einem gemeinsamen Konzert wird ein gemeinsames Album. Die Musik ermöglicht es uns, voneinander zu lernen, uns zu vernetzen und gemeinsam Neues zu erkunden.

„I like what you’re doing, man. You’re going to those other places! There’s a strength and it’s centered as it moves, you know. And you have that velocity, inside-velocity and storytelling!” (Wayne Shorter im „Pablo Held Investigates” Interview)

In meiner Interviewreihe „Pablo Held Investigates„ spreche ich seit 2018 mit meinen musikalischen Idolen und Weggefährt*innen: Wayne Shorter, Joey Baron, Dave Holland, Bill Stewart, John Scofield, Norma Winstone, Larry Goldings oder Dave Longstreth sprachen mit mir über ihre Musik und ihren kreativen Prozess. Eine meiner bisher wichtigsten Lernerfahrungen. Zu sehen auf YouTube, zu Hören auf allen Podcast-Plattformen und manchmal auch zu Lesen im JazzThing Magazin.

Seit 2017 kuratiere ich die Konzertreihe „Pablo Held Meets„ im Kölner LOFT. Zu der lade ich Musiker*innen ein, die mich begeistern. Internationale Größen wie Norma Winstone, Ben Monder, Gary Husband, Jeff Ballard treffen auf Weggefährt*innen & Freund*innen wie Leif Berger, Kathrin Pechlof, Jason Seizer oder Shannon Barnett. Jedes Mal neue Besetzungen und ein neues Repertoire.

Als Gründungsmitglied des Kölner Jazzkollektivs KLAENG organisiere ich seit 2009 Festivals, Konzertreihen, Workshops und wir betreiben mit KLAENGrecords unser eigenes Label. Diese Arbeit ist für uns sehr erfüllend und hilft uns auch die andere Seite des Musik-Business zu verstehen. Stets mit dem Anspruch dem Publikum das Konzerterlebnis zu ermöglichen, das wir selber gerne erleben würden.

Eine bereichernde Abwechslung ist für mich das Unterrichten: 2011 bis 2020 Dozentur am IFM Osnabrück, seit Anfang 2020 Vertretungsprofessur an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und immer wieder Workshops auf der ganzen Welt. Mein Ideal dabei: gemeinsames Forschen auf Augenhöhe. So wie ich es mit meinen eigenen Lehrern erleben durfte.

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